Geschichte
 
Das Gut Barendorf

Inhaltsverzeichnis

GeschichteZusammenfassung der Dorfgeschichte
Aus der Geschichte BarendorfsAus der Geschichte Barendorfs
Dorfchroniken diverser AutorenDorfchroniken diverser Autoren
Das Gut BarendorfDas Gut Barendorf
Schule in Barendorf: 1896 bis heuteSchule in Barendorf: 1896 bis heute
Was uns Wappen erzählenWas uns Wappen erzählen
Familie BockelmannFamilie Bockelmann
Festschrift zur 850-Jahr-Feier 2008Festschrift zur 850-Jahr-Feier 2008
Wüstungen im GemeindegebietWüstungen im Gemeindegebiet
Historisches KartenmaterialHistorisches Kartenmaterial
Topografische LuftaufnahmenTopografische Luftaufnahmen
LiteraturLiteratur
ArchivArchiv


Ebenfalls aus den Arbeiten Dr. Ernst-Otto Lutterlohs stammt folgende Übersicht:

"Am 17.12.1856 starb in Barendorf als Major in Pension Conrad von Dassel, Sonn des letzten Sülfmeisters zu Lüneburg. Er dürfte der Begründer des aus drei Vollhöfen in Barendorf um 1850 zusammengekauften von Dassel'schen Gutes in Barendorf sein.
Er war Soldat in der Königlich Deutschen Legion, im 3. Husarenregiment (von Arentschildt) hat er die Schlacht an der Göhrde am 16.09.1813 mitgemacht. 1814 war er an den Feldzügen in den Niederlanden beteiligt, in der Schlacht von Waterloo wurde er am 18.06.1815 schwer verwundet."
Augusts Sohn Conrad von Dassel (1825-1896)
Conrad von Dassel
Der Vorgang des Erwerbs der drei Höfe und die Gründung des Gutes ist aus diversen Gründen kompliziert. Horst-Dieter von Enzberg erläutert das Geschehen ausführlich in dem Buch "Aus der Vergangenheit der Dörfer der Samtgemeinde Ostheide" und nennt Conrads Bruder August von Dassel als Hauptbegründer des Gutes. Dieser stirbt am 06.10.1872 in Barendorf. Sein Sohn Conrad von Dassel verkauft das Gut 1889 an Otto Kommallein.

Das Gut auf einem Gemälde von Otto von Dassel aus dem Jahr 1888
Gemälde von 1888
"Am 30.06.1888 hat ein Leutnant Otto von Dassel in Chemnitz ein Bild signiert, das das von Dassel'sche Gut Barendorf Lüneburg in der Provinz Hannover zeigt.

In den Mitgliederlisten des Museumsvereins für das Fürstentum Lüneburg wird 1891-1895 ein Premierleutnant Kommallein als Besitzer des Gutes Barendorf ausgewiesen, 1896/98 wird er als Oberleutnant a.D., Gutsbesitzer in Barendorf, bezeichnet; 1899/1901, 1905, 1906 wird er Rittmeister z.D., Gutsbesitzer in Barendorf, genannt.

Ab 1905 steht als Quelle das Einwohnerverzeichnis des Landkreises Lüneburg zur Verfügung. 1905 bis 1910 ist Otto Kommallein, Rittmeister a.D., Gutsbesitzer in Barendorf Nr. 1, Abgeordneter des Kreistages aus dem Wahlverbande der größeren ländlichen Grundbesitzer.

Ab 1911 ist Julius Juister, ein Hamburger Südamerika-Kaufmann der Besitzer, der das alte Dassel'sche Gutshaus vor dem ersten Weltkrieg in das heutige Gebäude umbaut. Der alte Kernbau ist vollständig in den Neubau einbezogen.

Juister wird bis 1914 als Besitzer genannt, danach taucht der Name Friedrich Ungnade, Oberamtmann (1916) auf, 1918 geht das Gut für eine kurze Zeit an Ernst Bachmann, der es an Anna Bockelmann weiterverkauft.

Das Haus hatte bei Einzug der Familie Bockelmann keinerlei Einrichtung, diese kam von einem Verwandten der Familie (Werner Vogel) aus deren Berliner Wohnung. Schwager Vogel hatte, wie Familie Bockelmann in Moskau gelebt und mußte wie diese Familie Russland nach der Oktober-Revolution verlassen."

Barendorf Wappen