Geschichte
 
Schule in Barendorf

Inhaltsverzeichnis

GeschichteZusammenfassung der Dorfgeschichte
Aus der Geschichte BarendorfsAus der Geschichte Barendorfs
Dorfchroniken diverser AutorenDorfchroniken diverser Autoren
Das Gut BarendorfDas Gut Barendorf
Schule in Barendorf: 1896 bis heuteSchule in Barendorf: 1896 bis heute
Was uns Wappen erzählenWas uns Wappen erzählen
Familie BockelmannFamilie Bockelmann
Festschrift zur 850-Jahr-Feier 2008Festschrift zur 850-Jahr-Feier 2008
Wüstungen im GemeindegebietWüstungen im Gemeindegebiet
Historisches KartenmaterialHistorisches Kartenmaterial
Topografische LuftaufnahmenTopografische Luftaufnahmen
LiteraturLiteratur
ArchivArchiv


Vor 1896 gab es in Barendorf keine Schule. Die Barendorfer Kinder besuchten wie die der anderen umliegenden Orte die Schule in Reinstorf. Der einzige Lehrer war aber mit zeitweise 180 Schülern völlig überfordert, die Schule überfüllt.
Daher beschlossen die Barendorfer im Frühjahr 1896, eine eigene Schule zu bauen. An dem Standort in der heutigen Dorfstrasse befand sich das alte Armenhaus. Dieses wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und die neue Schule gebaut. So konnte ab dem 12.11.1896 in Barendorf unterrichtet werden.

Einklassige Volksschule in heutiger Dorfstrasse - erbaut 1896 - Foto schätzungsweise 1917
Einklassige Volksschule in heutiger Dorfstrasse - erbaut 1896 - Foto ca. 1917

Paul Mastmeyer
Paul Mastmeyer
In dieser einklassigen Volksschule unterrichteten von 1896 bis 1955 nur insgesamt 10 Lehrer. Die längste Zeit war es Paul Mastmeyer. Er war in Barendorf vom 01.10.1911 bis zum 01.10.1955 tätig und wurde erst ab 1949, mit Unterbrechungen, durch einen zweiten Lehrer, Herrn Ziemann, unterstützt. Bis dahin unterrichtete Paul Mastmeyer die Barendorfer Schüler in zwei Schichten. Herr Ziemann starb jedoch schon im Dezember 1951. Paul Mastmeyer war wieder allein, bis die Schule wieder eine zweite Lehrkraft, eine ältere Lehrerin, die leider oft krank war, bekam. Erst als Ende 1955 Edith Mann nach Barendorf kam, besserte sich die Lage.

Schulkind 1931
Schulkind 1931
Die Lehrer führten eine Chronik über Ereignisse, die die Schule und das Leben in Barendorf betrafen. Es finden sich z.B., zum Teil sehr unterhaltsame, Kommentare über die Barendorfer Schülerschaft, die durch die Umstände des Gutsbetriebes zur Jahrhundertwende eine besondere war.

Die Chronik beginnt im Jahr 1896 mit der Gründung der Schule und endet 1936:
Einklassige Volksschule - Chronik (1896-1936)Einklassige Volksschule - Chronik (1896-1936)


Folgender Kurz-Aufsatz eines Schülers der zweiten Klasse, Wilhelm Meyer, beschreibt die damaligen Verhältnisse. Er wurde am 03.03.1916 - allerdings nicht in Barendorf, sondern in Reinstorf - korrigiert, da die Barendorfer Kinder aufgrund von Lehrermangel während des Krieges bis zum 29. September 1917 die Reinstorfer Schule besuchten:
Kurz-Aufsatz von Wilhelm Meyer - korrigiert von Lehrer Böhling in ReinstorfKurz-Aufsatz von Wilhelm Meyer (1916)


1956, 60 Jahre nach der ersten Schule, wurde im Heidweg eine damals moderne zweiklassige Volksschule erbaut. Sie verfügte neben den zwei Klassenräumen über einen Gruppenraum und ein Lehrerzimmer. 1962 wurde in Niedersachsen das 9. Schuljahr eingeführt und der Gruppenraum zum dritten Klassenzimmer für die Neuntklässler Barendorfs und der Nachbargemeinden umfunktioniert. Dieser Schule war jedoch kein langes Leben beschieden.

Die zweiklassige Schule im Heidweg - erbaut 1956
Die zweiklassige Schule im Heidweg - erbaut 1956

Denn nur sieben Jahre später, am 08.10.1963, vereinbarten die 11 Gemeinden Barendorf, Bavendorf, Gifkendorf, Holzen, Horndorf, Radenbeck, Reinstorf, Rohstorf, Vastorf, Volkstorf und Wendhausen, eine Mittelpunktschule zu bauen.

Ein Modell der Mittelpunktschule Barendorf
Ein Modell der Mittelpunktschule Barendorf

BGM Gert Bockelmann
BGM Gert Bockelmann
Weniger als zwei Jahre danach wurden die Schüler zum 01.04.1965 umgeschult und am 15.09.1965 konnte die Einweihungsfeier stattfinden. Die Baukosten betrugen ca. 1.6 Millionen DM. Einen großen Anteil an der Realisierung des Projekts hatten der damalige Bürgermeister Gert Bockelmann und sein Stellvertreter Heinrich Meyer.

Eingangsbereich der Schule 1965
Eingangsbereich der Schule 1965

In folgendem Dokument, das das Kollegium Heinrich Meyer, der über 50 Jahre für Barendorf als Bürgermeister und Gemeindedirektor ehrenamtlich tätig war, zu dessen 70. Geburtstag schenkte, ist die Entstehung der Schule mit ca. 25 Fotos dokumentiert:
Leporello zum Bau der Mittelpunktschule 1965Leporello zum Bau der Mittelpunktschule 1965


1972 wurde die Volksschule zur Grundschule abgebaut. Viele Räumlichkeiten blieben lange Zeit ungenutzt. Nur während weniger Jahre Anfang der 80er, als Barendorf viele Flüchtlinge aus Vietnam aufnahm, war die Schule räumlich ausgelastet.
Erst durch das Bevölkerungswachtum im Einzugsgebiet in den 90ern bestand wieder ein höherer Bedarf. Der geplante Erweiterungsbau der Schule und Samtgemeindeverwaltung konnte durch einen Großbrand gleich zu Beginn der Baumaßnahmen am 26.04.1999 nicht verwirklicht werden. Nach diesem Rückschlag wurde am 18.10.1999 erneut mit den Baumaßnahmen begonnen, um das neu entwickelte Konzept für die Erweiterung der Schule und Neubau der Samtgemeindeverwaltung, die während dieser Zeit in Containern auf dem Schulsportplatz untergebracht war, umzusetzen.
Im Jahr 2004 werden in der dreizügigen Grundschule ca. 300 Kinder unterrichtet.


Barendorf Wappen